MEIN eigener SAFRANGARTEN

Große Aufregung, als das Päckchen ankam. Ich hatte das Starter-Paket der Wachauer Safran Manufaktur bestellt. Ein sonniges und trockenes Fleckchen war gleich gefunden.

 

Safran-Starter-Kit mit Knollen und Anleitung
Das Saftan-Starter-Kit wurde per Post geliefert.

 

Anfang September kam die Box mit den Safranknollen per Post. Zwölf Stück zusammen mit einer ausführlichen Anbauanleitung. Safran mag es trocken und liebt die volle Sonne. 

Schnell war ein passendes Fleckchen gefunden. Die Erde habe ich vorher bis zu 20 cm tief aufgelockert und von etwaigen „Unkräutern“ befreit. Safran ist ein Hagestolz. Er mag keine Beikräuter. 

Anbau

Die Knollen werden mit einem Abstand von rund 10 cm in rund 10 cm tiefe Löcher (zwei mal so tief wie die Knolle groß ist) gepflanzt. Ein wenig angießen. Das war es schon. Jetzt braucht man Geduld.  Erst einmal tat sich gar nichts in meinem kleinen Safrangarten. Klar, die Pflanze ist ein Herbstblüher. Doch dann ging es ganz schnell. Ende Oktober streckten sich grüne, lange, sehr dünne Blätter und einige wenige Blüten aus der Erde. Die Freude war groß.

Safran im eigenen Garten
Alles gut gegangen. Mein eigener Safrangarten.

Ernte 

Auf dem Bild sieht man die dünnen, grünen Blätter, in der Mitte sitzt die Blüte mit den drei roten Fäden. Das ist der Safran. Weil ich der Pflanze nicht ihre Blüte rauben wollte, erntete ich meine ersten eigenen Safranfäden mit einer Pinzette.

Trocknen und Aufbewahren

Die Fäden habe ich auf einem Teller  trocknen lassen. Das dauert ein paar Tage. Danach habe ich sie zum Aufbewahren in ein Glasrohr gegeben. (das hatte ich übrig von einer Vanilleschote, die in diesen Glasröhrchen verkauft werden.

Vorsichtig werden die Safranfäden geerntet.
Filigrane Fäden mit unvergleichlichem Geschmack. Eben safranig.

Winterruhe bis in den Sommer

Die langen, schmalen Blätter des Krokus auf keinen Fall abschneiden. Die Pflanze braucht sie um Reserven und Tochterknollen zu bilden. Erst im Sommer, je nach Lage des Gartens kann das Juni bis Mitte Juli werden, vertrocknen die Blätter. Dann schneide ich sie ab und arbeite sie in kleine Stücke geschnitten vorsichtig in die Erde mit ein. Nicht zu tief graben, nur an der Oberfläche um die Knollen nicht zu verletzten.

Über den Sommer kann man die Erdoberfläche immer wieder vorsichtig lockern und Beikräuter, die sich breit machen entfernen. Safran muss nicht gegossen werden. Der natürliche Regen in unseren Breitengraden (Süddeutschland) reicht vollkommen aus. Ich habe das Beet auch nie gedüngt. Wer will sollte nur organischen Dünger verwenden.

Viel Vergnügen im Safrangarten!

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Busenfreund (Donnerstag, 24 März 2016 23:21)

    Toller Beitrag, liebevoll geschrieben.